Progression der Unfallversicherung: Eine sinnvolle Variante?

Progression der Unfallversicherung: Eine sinnvolle Variante?

Je schwerer die Invalidität, desto höher die Versicherungsleistung – so lautet die vereinfachte Definition für die Progression in der Unfallversicherung. Erfahren Sie, wie die Prgression funktioniert, ob sie sich für Sie lohnt und was der Unterschied zur linearen Unfallversicherung ist.

Progression oder Linear – Die Varianten der Unfallversicherung

Die Private Unfallversicherung wird in zwei verschiedenen Varianten angeboten. Wählen Sie die lineare Variante, erfolgt die Auszahlung der Versicherungssumme im Invaliditätsfall nach dem prozentualen Grad der Invalidität. Sie können sich aber auch für die Progression der Unfallversicherung entscheiden. Dann steigt die Versicherungssumme ab einem bestimmten Grad der Invalidität überproportional an.

Die Progression erfolgt bei den meisten Versicherungen ab einem Wert von 25 Prozent. Liegt die Invalidität unter diesem Wert, erfolgt die Auszahlung der Versicherungssumme linear, das heißt prozentual nach dem Invaliditätsgrad. Einige Versicherungen bieten die Progressive Unfallversicherung aber auch für niedrigere Prozentbereiche an.

So funktioniert die Progression

Meist wird die Progression der Unfallversicherung  zwischen 300 und 500 Prozent festgelegt. Ein Beispiel: Sie haben vertraglich eine Versicherungssumme von 50.000 Euro vereinbart, die Progression beträgt 500 Prozent. Tritt nun durch einen Unfall die Vollinvalidität ein, erhalten Sie eine Versicherungssumme von 250.000 Euro. Beträgt der Grad der Invalidität 20 Prozent, erhalten Sie dagegen nur 10.000. Ab 25 Prozent Invaliditätsgrad steigt die Versicherungssumme dynamisch an.

Lohnt sich die Progression?

Vereinbaren Sie eine Progression, können Sie Ihre Beiträge für die Unfallversicherung senken. Das liegt an der niedrigen Versicherungssumme, die für Körperschäden bis zu einem Invaliditätsgrad von 25 Prozent ausgezahlt wird. Dafür erhalten Sie im Fall der Vollinvalidität, zu der immerhin fast 20 Prozent der Unfälle führen, eine wesentlich höhere Versicherungssumme. Das ist sinnvoll, da dann in der Regel auch ein höherer Absicherungsbedarf besteht. Entscheiden Sie sich für die lineare Variante, sollten Sie deshalb darauf achten, eine ausreichend hohe Versicherungssumme zu vereinbaren.


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